German
Am Rande Zum Kreig
18 Uhr, 19. März 2003 (USA, Pazifische Standardzeit)
English-German Translation by Heike Spoddeck
--Wir schrieben diesen Text eine halbe Stunde bevor wir von dem Ausbruch
des Krieges auf Iraq erfuhren. Weiter unten verweisen wir auf die potentielle
Vernichtungsaktion der vielzitierten und -gesuchten Massenvernichtungswaffen".
Diese Waffen sind nicht nur eine sehr wahrscheinliche äußere
Realität, sondern auch eine Metapher für die Zerstörung
unseres normalen Alltagsbewusstseins, wie es auch z.B. in Nahtoderlebnissen
erfahren werden kann. Die momentane Krise ist der Grund für die Kürze
der folgenden Abhandlung. Wir versuchen in Kürze darzustellen, wie
unsere menschliche Rasse von den Ereignissen, denen wir im Krieg begegnen,
gewinnen oder an ihnen verlieren kann.
ROLLEN: Wir alle haben unser eigenes Verständnis und unsere
eigene Art mit Krieg umzugehen. Wenn wir, Amy und Arny, über Krieg nachdenken,
betrachten wir die verschiedenen Rollen. Eine dieser Rollen, die ständig
in den Medien diskutiert wird, ist die der Massenvernichtungswaffen".
Da immer wieder über diese Rolle als Gefahr gesprochen, sie aber nie
als momentane Erfahrung repräsentiert wird, erscheint sie wie ein Geist.
Wir nennen dies Geisterrollen", im Gegensatz zu offensichtlicheren
Rollen wie Nationen und ihre Regierungen. Geisterrollen schweben da
draußen" herum, werden aber nie repräsentiert, da alle ihre
Existenz in ihren eigenen Territorien verleugnen. Geisterrollen sind Aspekte
von uns allen, in jedem Präsidenten und Land. Kurz gesagt, Waffen" sind
unsere destruktiven Kräfte. Diese Geister" verängstigen
die globale Gemeinschaft. Aufgrund dieser Geister, sind wir alle am Rande
vernichtet zu werden oder jemanden oder etwas zu vernichten.
EXTREME. Während schmerzhaften und extremen Zeiten fallen wir
alle auf das Wenige zurück, das wir mit Sicherheit über diese Welt
wissen. Wir - Amy und Arny - wissen, dass Individuen und Welten explodieren
und in extreme Verhaltenszustände gehen, wenn Spannungen und langanhaltene
Verschiedenheiten zu lange zur Seite geschoben wurden. Die daraus resultierenden
extremen Bewusstseinszustände setzten unser Alltagsbewusstsein außer
Kraft. Der globale Sinn für die Welt, der vor dem Krieg herrschte, wird
durch die Kraft der Massenvernichtungswaffen" vernichtet.

TOD" UND FACILITATION. Eine mögliche Folge von extremen,
traurigen und beängstigenden Prozessen ist der psychologische Tod. Unser
Alltagsbewusstsein ist vernichtet und existiert nicht mehr als unser altes
Selbst, als ein TEIL eines größeren Prozesses. Ich" verschwinde
- als ein TEIL des Ganzen. Wenn extreme Bewusstseinszustände uns vernichten,
sind wir nicht länger in Gefahr zu sterben. Eine psychologische Veränderung
kann uns zeitweise von unserer Einseitigkeit befreien. In der Nähe des
Todes werden die Qual und die Schönheit, ein Individuum zu sein, zur
weltlichen Losgelöstheit. Wenn wir losgelöst von Weltkonflikten
werden, können wir unsere Bewusstheit in einer Weise gebrauchen, wie
wir es zuvor nicht konnten. Als Beobachter - und nicht nur Teilnehmer - können
wir wie folgt wahrnehmen: Nun dieses, nun jenes. Jetzt Bewusstheit über
Gewalt, die so lange zur Seite gestellt wurde - jetzt Bewusstheit über
Frieden, nach dem sich alle schon so lange sehnen. Nun ich, nun du, jetzt
uns alle. Jetzt die Vergangenheit, nun die Zukunft. Nun ostlich, südlich,
nun westlich und nördlich". Damit wird jeder Prozeß wahrgenommen
und sich mit jedem Prozeß auseinandergesetzt, und vielleicht jeder
Prozeß wertgeschätzt.
EIN SCHLÜSSEL ZUM KRIEG. Da wir glauben, dass JEDER KONFLIKT
OHNE FACILITATOR KRIEG BEDEUTET, liegt ein Schlüssel zum Krieg
in dem bevorstehenden psychologischen Tod; d.h. Losgelöstheit und Facilitation.
Daher müssen wir unsere Bewusstheit zum Kofacilitieren nutzen, um den
Krieg zu stoppen. Bisher hat Weltterror Krieg erzeugt und Blutvergießen
nur selten Einseitigkeit" beendet. Wir glauben, dass das Verständnis
solcher Kriegsprozesse und Rollen und das Erfassen der möglichen Bedeutungen
von Massenvernichtungswaffen" neue Bewusstheit entstehen lassen
wird. Damit können wir zeitweise aus Konflikten heraustreten, um sie
zu facilitieren.
KOFACILITIEREN. Deshalb sollten wir alle wahrnehmen, was wir gerade
tun; insbesondere wie wir Krieg vermeiden, kämpfen, meditieren, für
Frieden, Krieg, Bewusstheit oder sonstiges einstehen. Gebrauchen Sie Bewusstheit
zusätzlich zu dem, was Sie tun, um Ereignisse zu kofacilitieren. Stehen
Sie für Ihre eigene Seite ein und dann lassen Sie sie fallen und den
Facilitatoren vortreten. Dann wird jeder Aktivismus wirkungsvoller. Wir wissen,
dass Bewusstheit Krieg reduziert. Unser Aktivismus besteht darin, alle dazu
zu inspirieren, nicht nur am Krieg teilzunehmen, sondern zusammenzuarbeiten
und die Gefahr eines Krieges wahrzunehmen, bevor er ausbricht. Erkunde
den Wahnsinn und verwandle ihn in Verständnis.

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